Rabenauer Senioren waren zu Gast im Land der Sorben

Nach der Verabschiedung durch Bürgermeister Hillgärtner am frühen Morgen des 3. Mai machten sich 43 Rabenauer Senioren unter der Leitung von Karl Kaufmann mit einem Bus der Firma Erletz, der hervorragend von dem Fahrer Stefan gesteuert wurde, auf den Weg in das Dreiländereck Deutschland Polen und Tschechien in die Region Oberlausitz-Niederschlesien.

gruppenbild-webDer erste Stopp wurde auf dem Autobahn-Rastplatz Eisenach für ein deftiges Frühstück am Bus eingelegt. Nach der Weiterfahrt hatten wir in Erfurt Gelegenheit zu einem kleinen Stadtbummel mit Mittagessen bzw. Kaffeetrinken bevor am späten Nachmittag das Hotel in Cottbus erreicht wurde.

Am Morgen des zweiten Tages starteten wir nach einem ausgiebigen Frühstück zu einem ganztägigen Ausflug in den Spreewald. In Lübben erwartete uns Reiseleiter Lutz, der mit uns die Paul-Gerhard Kirche besichtigte und uns in das Lokal „Froschkönig“ zum Mittagessen begleitete. Danach ging es ab in die Boote und wir unternahmen eine romantische Kahnfahrt bei leider etwas kühlen Temperaturen durch den herrlichen Spreewald. Zwischendurch konnten wir uns bei Kaffee und Kuchen für die Weiterfahrt stärken. Ein typisches Spreewaldbüffet lernten wir zum Abendessen im Froschkönig kennen, bevor die Rückfahrt nach Cottbus ins Hotel angetreten wurde.

Die Oberlausitz war am dritten Tag unser Ziel. Wir lernten die Städte Görlitz und Bautzen kennen. Dort unternahmen wir jeweils geführte Stadtrundgänge und konnten uns an den wunderbar restaurierten Gebäuden bei leider wiederum kühler Witterung erfreuen. Nachmittags kehrten wir zurück in unser Cottbuser Hotel, dessen Schwimmbad, Sauna und Fitnessraum von uns benutzt werden konnte.

Gestärkt mit einem reichhaltiges Frühstück traten wir am nächsten Morgen die Fahrt in die Hauptstadt an. Unser sachkundige Reiseleiter Lutz zeigte uns die Highlights von Berlin, wie das Reichtagsgebäude mit Regierungsviertel, das Brandenburger Tor, Gedächtniskirche, Schloss Bellevue , Siegessäule usw. Er beeindruckte uns nicht nur durch sein Fachwissen, sondern vielmehr durch seine interessante, spannende, heitere und dadurch kurzweilige Erzählweise. Bevor wir, überwältigt von der Größe unserer Hauptstadt – wieder die Rückfahrt ins Hotel antraten, besuchten wir noch das berühmte Kaufhaus des Westens und stärkten uns dort in den Restaurants und Bistros je nach Geschmack und Laune für die anstehende Busfahrt. Im Hotel angekommen nahm uns Bürgermeister Hillgärtner in Empfang, der es sich wieder einmal nicht hat nehmen lassen, uns zu besuchen.

Im Beisein von Herrn Hillgärtner lernten wir am nächsten Tag den historischen Stadtkern mit Altmarkt, Kirchen, die mittelalterliche Stadtmauer und Wiekhäuser von Cottbus kennen. Nachmittags besuchten wir die Confiserie Felicitas in Hornow und konnten uns dort nach einer Verkostung ein Bild von der Pralinenherstellung machen. Natürlich nahm man auch die Gelegenheit wahr, einige der Leckereien zu erwerben und als Mitbringsel oder für den eigenen Bedarf mit nach Hause zu nehmen. Nach einer kurzen Fahrt kamen wir in der Grenzstadt Bad Muskow an. Einige der Reiseteilnehmer machten einen Spaziergang durch den schönen Fürst-Pückler-Park, der der größte Landschaftspark Zentraleuropas im englischen Stil ist und sich weiterhin dadurch auszeichnet , dass er lediglich zu einem Drittel in der BRD und zu zwei Drittel in Polen liegt. Beide Teile sind durch eine Brücke über die Neiße miteinander verbunden. Die restlichen Mitreisenden, begleitet von unserem Bürgermeister, besuchten einen Polenmarkt. Reicher an Wissen und weiteren vielfältigen Eindrücken fuhr uns Stefan wieder zurück zum Hotel. Nach dem Abendessen war für uns zum Abschied ein unterhaltsamer Showabend von Reiseleiter Lutz vorbereitet, bei dem wir noch einiges über die Kultur der Spreewälder und der Sorben erfahren konnten. Uns wurde z.B. eine Original-Spreewaldtracht vorgeführt, Männer und Frauen in einer einfachen sorbischen Tracht begeisterten uns mit Tanz, Gesang und Gedichten. Die Männer unserer Reisegruppe durften sogar „Hand anlegen“ und den Damen der Tanzgruppe beim „Entkleiden“ behilflich sein. Natürlich kamen wir auch in den Genuss der echten Spreewaldgurken. Angetan von der sehr guten Stimmung erfreute Dora Dörr nicht nur die Rabenauer, sondern auch die Gastgeber durch eine spontane Gesangseinlage, die alle zum Mitsingen animierte. Es war ein rund um gelungener Abend, an dem sehr viel gelacht wurde und an den die Reiseteilnehmer noch lange zurückdenken werden.

Am nächsten Morgen war es soweit und wir mussten die Heimreise antreten. Nach der Verabschiedung von unserem Busfahrer Stefan, dem unser aller Dank galt, dass er uns ohne Vorkommnisse sicher kutschiert und wieder wohlbehalten nach Rabenau zurück gebracht hat, war unsere diesjährige Seniorenreise beendet. Das Wetter hätte zwar etwas besser sein können, aber dafür war die Stimmung unter den Reiseteilnehmern gut. Wir hoffen, dass im nächsten Jahr wieder eine Seniorenfahrt zustande kommt, die dann hoffentlich wieder durch Karl Kaufmann begleitet werden kann.